Page 5 - Saarländisches Ärzteblatt, Mai 2026
P. 5

AUS DER ÄR Z TEK AMMER                                        Ä R
                                                                                                                    Z

                                                                                                                    TEK
      Saarland stellt neues Versorgungsmodell
      in Berlin vor                                                                                                 A MMER




      Das Aktionsbündnis Gesundheit im Saarland und Gesund­
      heitsminister Magnus Jung haben Ende März in der Landes­
      ver tretung  des  Saarlandes  in  Berlin  das  sogenannte  „Saar­
      land­Modell“ präsentiert. Ziel ist es, das Bundesland zu einer
      Modellregion für sektorenübergreifende, zukunftsfähige Ver­
      sorgungsstrukturen zu entwickeln.

      Jung  betonte,  dass  die  traditionelle  Trennung  zwischen
      ambulanter und stationärer Versorgung zunehmend an ihre
      Grenzen stoße. „Die Gesundheitsversorgung kann nicht mehr
      ausschließlich  nach  Sektoren  getrennt  betrachtet  werden.
      Wir  benötigen  einen  vernetzten  Ansatz,  der  alle  Beteiligten   Foto: MASFG/Müller
      integriert  und  veraltete  Strukturen  hinterfragt“,  sagte  der
      Minister.  Das  Aktionsbündnis  habe  hierfür  wichtige  Vorar ­
      beit  geleistet,  indem  es  Akteure  aus  unterschiedlichen  Be ­    Das Saarland-Team (v.l.): Manfred Saar (Apothekerkammer des
      reichen an einen Tisch gebracht habe.                Saarlandes), Peter Springborn (VdK Saarland), Minister Dr. Magnus Jung,
     Auch Vertreter des Aktionsbündnisses unterstrichen die   Susanne Koch (Saarländischer Apothekerverein), Dr. med. Josef Mischo
          l
      Dring ichkeit  struktureller  Reformen.  „Alle  Redner  betonten   (Sprecher Aktionsbündnis), Stefanie Maurer (Psychotherapeutenkammer
                                                           des Saarlandes), Prof. Dr. med. Harry Derouet (KV Saarland), Dr. Lea
      die Notwendigkeit von Reformen und waren sich einig, dass   Laubenthal (KV Saarland – Abt. Zahnärzte), Dr. med. Markus Strauß
      es  dringend  Zeit  ist,  jetzt  konkret  zu  handeln“,  erklärte  Dr.  (Ärztekammer des Saarlandes), Dr. Thomas Jakobs (Saarländische
      Josef  Mischo.  Reformansätze  müssten  dabei  „vom  Patien ­  Krankenhausgesellschaft)
      ten  her  gedacht“  werden,  ergänzte  Bündnissprecher  Peter
      Spring born.                                         Im Anschluss an die Vorstellung diskutierten Vertreterinnen
                                                           und Vertreter aus Politik und Selbstverwaltung über die Re ­
      Das Konzept des Aktionsbündnisses umfasst mehrere mitei­  formfähigkeit  des  deutschen  Gesundheitswesens.  Auf  dem
      nander verknüpfte Reformbausteine. Dazu gehören:     Podium saßen unter anderem der Vorsitzende der Gesund­
     •  Ein verbindliches Primärarztsystem zur strukturierten Pati­  heitsministerkonferenz,  Andreas  Philippi  (Niedersachsen),
       en tensteuerung                                     Staatssekretärin  Katja  Kohfeld  (BMG),  der  unparteiische
     •  Sektorenübergreifende Versorgungsplanung auf Basis gut­  Vorsitzende  des  Gemeinsamen  Bundesausschusses,  Josef
       achterlich ermittelter Bedarfe                      Hecken,  sowie  Oliver  Blatt,  Vorstandsvorsitzender  des  GKV­
     •  Konsequenter  Bürokratieabbau  in  allen  Bereichen  des   Spitzenverbandes.
       Gesundheitswesens
     •  Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel in Medizin und   Im  Mittelpunkt  standen  Fragen  der  Finanzierbarkeit,  der
       Pflege                                              demografischen  Entwicklung  und  der  Rolle  der  Länder  als
      Mit diesen Elementen soll das Saarland als Testregion für  Innovationsmotoren.  Einigkeit  bestand  darin,  dass  neue
      innovative  Versorgungsformen  dienen,  die  später  bundes­  Versorgungsmodelle angesichts der strukturellen Heraus for­
      weit übertragbar sein könnten.                       derungen dringend erprobt und evaluiert werden müssen.




      Zugelassene Weiterbildungsverbünde




      Der  Weiterbildungsausschuss  der  Ärztekammer  für  das   mationen zur Weiterbildung im Verbund und den dazugehö­
      Saarland hat in seiner Sitzung am 25.03.2026 die Zulassung   rigen Ansprechpartnern auf der Internetseite der Ärzte kam­
      weiterer  Weiterbildungsverbünde  im  Gebiet  Innere  Medizin   mer unter Ärzte ➝ Weiterbildung ➝ Weiter bil dungsverbünde
      sowie im Gebiet Innere Medizin und Gastroenterologie
      beschlossen.                                         Sollten Sie ebenfalls Interesse an der Mitwirkung oder
      Eine Übersicht der nach der neuen WBO 2020 zugelassenen  Zulassung eines Weiterbildungsverbundes haben richten Sie   5
      Weiterbildungsverbünde  finden  Sie  neben  weiteren  Infor­  dieses gerne an weiterbildung@aeksaar.de.

                                                                                Saarländisches Ärzteblatt     Ausgabe 5/2026
   1   2   3   4   5   6   7   8   9   10