Page 30 - Saarländisches Ärzteblatt, Mai 2026
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AND AUS DER K A SSENÄR Z TLICHEN VEREINIGUNG
AR L
V SA Nach einer Begrüßung der Teilnehmenden und Referierenden
mit Vorstellung der Kassenärztlichen Vereinigung Saarland
K durch Elisa Loß, Sachbearbeiterin Nachwuchsförderung im
Dezernat Versorgung, ging es weiter mit Details über das
KWS und der Vorstellung von dort stattfindenden Seminaren
und Veranstaltungen von Dr. Melanie Caspar, Leiterin des
KWS.
Im Workshop „Voraussetzungen zur Teilnahme an der ver Foto: KV Saarland
tragsärztlichen Versorgung“ gab Lara Bost, Fachbereichs lei
te rin Nachwuchsförderung, einen Überblick über Weiterbil
dung und die Förderung und Tätigkeit als Fachärztin/Facharzt Teilnehmende und Dozierende am Tag der Allgemeinmedizin
in der ambulanten Versorgung. Im Wesentlichen ging es um am 20. März in der KV Saarland
die damit verbundenen Aufgaben der KV Saarland, Tipps und
Fördermöglichkeiten, die Weiterbildung in der Praxis, Ansied für deren Aufbereitung und entsprechende Prüfprotokolle
lungsförderung und weitere Angebote der KV. Lara Bost wies dreht. Hilfe zum Thema Organisation und Dokumentation
darauf hin, wie wichtig es sei, bei bestehendem Praxisüber gibt es auch im Hygieneplan, der bei der KV Saarland ange
nahmeinteresse frühzeitig aktiv zu werden und persönliche fordert werden kann.
Kontakte, Beratungs und Informationsangebote zu nutzen.
Die Kassenärztliche Vereinigung Saarland bietet auf ihrer Was der ärztliche Bereitschaftsdienst ist und wie er organi
Homepage eine Praxis und Stellenbörse an, in der Inserate siert ist, erklärte Natascha Gouverneur, Referentin Bereich
von suchenden Praxen geschaltet sind, Interessierte aber Bereitschaftsdienst und Eigeneinrichtungen (BE), in ihrem
auch Gesuche einstellen lassen können. Vielfältige Beratungs Vortrag. Hier gab es Details zu den rechtlichen Grundlagen,
angebote ergänzen das Angebot der KV. Unterstützung gibt zur Organisation und den Voraussetzungen für eine Be
es häufig auch seitens der Kommunen, weshalb sich hier bei freiung vom ärztlichen Bereitschaftsdienst. Es folgten Details
einem Niederlassungsvorhaben eine Kontaktaufnahme loh über den Umfang der Dienstbelastung und die Dienstver
nen kann. waltung, die über das OnlineTool „BDOnline“ erfolgt. Nicht
zur vertragsärztlichen Versorgung zugelassene Ärzte können
Im anschließenden Vortrag von Timo Gude, Sachbearbeiter auf Antrag freiwillig auf freiberuflicher Grundlage am allge
im Dezernat Versorgung, ging es um die Eintragung in das meinen ärztlichen Bereitschaftsdienst teilnehmen, sofern sie
Arztregister, Details zur Bedarfsplanung und Arztsitz ver ausreichend qualifiziert sind und eine Kooperationsverein
teilung sowie zulassungsrechtliche Prozesse bei Praxisgrün barung mit der KV Saarland schließen. Hierzu erläuterte
dung oder –übernahme oder einem Einstieg in eine beste Referentin Gouverneur wichtige Details. Abschließend wur
hende Praxis. Darüber hinaus erklärte Referent Timo Gude den die Vergütungshohe und Nutzungsentgelte erläutert
die Unterschiede und Voraussetzungen zu Zulassung und und die Vorgehensweise der Dispositions und Vermittlungs
Anstellung und stellte verschiedene mögliche Modelle vor. zentrale 116117 erklärt.
Eine wichtige Information ist hier insbesondere, dass u. a. vor
der Anstellung von Ärztinnen oder Ärzten oder auch vor Praktische Tipps gab es im Anschluss von Julia WredeDreßler,
einer geplanten Verlegung des Praxissitzes die entsprechen Fachärztin für Allgemeinmedizin, was im ärztlichen Bereit
den Genehmigungen vorliegen müssen, da die in der Praxis schaftsdienst beachtet werden muss und wie man sich am
erbrachten Leistungen sonst nicht vergütungsfähig sind. besten dafür ausstattet. Hier drehte es sich u. a. darum, was
für den Dienst in der Bereitschaftsdienstpraxis wichtig ist,
„Hygiene – das Fundament ärztlicher Arbeit“: In diesem welches Equipment für Hausbesuche im Rahmen des Be
Workshop beriet Henning Adam, HygieneReferent der KV reitschaftsdienstes allgemein im Notfallkoffer wichtig ist,
Saarland zu allen Themen rund um das Thema Hygiene in aber auch, welche Formulare, Medikamente und Verband
der Praxis, den roten Faden, der sich von der „normalen“ mittel vorhanden sein sollten. Es folgte ein kurzer Exkurs in
Hausarztpraxis bis hin zu großen Einrichtungen mit ambulan das Thema Abrechnung. Viele Fragen wirft generell die ärztli
ten Operationen durchziehe. Er gab einen Überblick über die che Leichenschau im Bereitschaftsdienst auf. Daher griff Julia
für eine Praxis grundsätzlich bestimmenden Faktoren sowie WredeDreßler diesen Punkt sehr detailliert auf und erklärte
die Organisationspflichten, die mit der Einhaltung von Hygie die Durchführung sowie das Ausfüllen des Leichenschauseins
nestandards einhergehen. Weiter ging es mit konkreten und gab eine kurze BeispielRechnung Leichenschau.
Beispielen wie der Händedesinfektion, dem Qualitäts niveau
der Reinigung und hygienischer Textilaufbereitung. Wichtiger Viele Fragen gab es im Workshop „Verordnungen im haus
Themenblock war auch die Medizinproduktebetreiber ver ärztlichen Bereich“, auf die Referentin Ramona Uder, Apo
30 ordnung (MPBetreibV), die sich u. a. um die Einstufung und thekerin im Bereich Beratung, Verordnung, Projekte, detail
Risikobewertung von Medizinprodukten, Arbeitsanweisungen liert einging. Wesentliche Themen waren Verordnungen im
Saarländisches Ärzteblatt Ausgabe 5/2026

