Page 45 - Saarländisches Ärzteblatt, Februar 2026
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AUS DER K VS / VER SCHIEDENES K
V SA
sich grundlegend zu verändern: Die Begleitung von Men tution für Menschen in Krisen. Unabhängig von Religiosität, AR L
schen, die ihr Leben beenden wollen. Menschen suchen dem sozialen Status, der Bildung, des Alters oder des AND
Wege im oder aus dem Leben. Einfache Lösungen werden Geschlechtes melden sich Menschen bei uns. Deren Fragen
angeboten, aber die gibt es nicht aus unserer Sicht. Die und die Suche nach dem, was ihre Welt im Innersten zusam
Auseinandersetzung mit dem Lebensende in jeder Form wird menhält, sind geblieben. Es geht nach wie vor um Seelsorge
zutiefst existenziell geführt und bleibt ein Weg der Be - und damit um uns und das, was Sinn stiftet und uns Halt
dürfnisse, Ängste und Hoffnungen. Gerade dann braucht es geben kann. Damit bietet die TelefonSeelsorge eine wunder
Begegnung und Beziehung, die Raum, Schutz und Unvor bare Ergänzung zu all den anderen Formen der Unterstützung,
eingenommenheit bieten. die unsere Gesellschaft auch bietet.
Abschließend bleibt vielleicht noch der folgende Blick auf Sie finden mehr unter: www.telefonseelsorge-saar-wird-50.de
unsere Gespräche: Die Zahl der Gespräche ist kontinuierlich und www.telefonseelsorgesaar.de
gestiegen und hat seit einigen Jahren einen Höchststand Im März 2026 endet unser Jubiläumsjahr, eine Gelegenheit,
erreicht. Eine bessere Erreichbarkeit wäre möglich mit mehr Sie auch um finanzielle Unterstützung zu bitten.
Freiwilligen. Also wenn Sie dies jetzt lesen, fühlen Sie sich Wir sind darauf angewiesen. Hier unser Spendenkonto bei
doch angesprochen, bei uns dabei zu sein. Weniger gewor der Vereinigten Volksbank:
den ist die explizite Suche nach Halt und Sinn durch kirchlich Kontoinhaber: Kirchenkreis an der Saar
gebundene Religiosität. Längst sind wir mit unserer Ein (IBAN DE86590920003059670009
richtung angekommen als gesellschaftlich anerkannte Insti Stichwort: Tele fon seelsorge Saar)
Leserbrief davon 10% – 30% intensivpflichtige Soldaten. Das Gesund-
heitssystem würde schnell an seine Grenzen stoßen, so Dr.
zum Fortbildungsbeitrag „Auf die Logistik und die Resilienz Hentsch. „Kriegschirurg“ Dr. A. Bespalenko aus der Ukraine
kommt es an“ von Lukas Reus (Landesärztekammer Hessen), beklagt Mangelware an Fixateurs externes sowie ein hohes
Saarländisches Ärzteblatt, Ausgabe 12/2025 Infektionsrisiko. Dr. J. Schwietring gibt die ungewisse Sicher
heitslage im Luftraum und die mangelnde militärische
Die Militarisierung des Gesundheitswesens schreitet voran, Erfahrung der zivilen Piloten zu Bedenken. Apotheker U.B.
nicht zuletzt auch begünstigt durch das willfährige Mit Rose befürchtet, dass sich Lieferketten, Qualitäts oder
machen der Landesärztekammern und ihrer ärztlichen Ver Rohstoffprobleme bei der Herstellung von Pharmazeutika
treter. Dies nennt sich nun „zivilmilitärische Zusam men ar verstärken, Dr. S. Hofmeister befürchtet Strom oder Server
beit“ (ZMZ), ein verniedlichender Begriff für die Planung der ausfälle in Krankenhäusern, Prof. Dr. R. Gottschalk erwartet
Auflösung jeglicher ziviler medizinischer Versorgung. Der frü politische Strömungen, die durch fake news eine breite
here Bundespräsident Gustav Heinemann brachte es mit sei Impfskepsis schüren.
nem Ausspruch „Der Frieden ist der Ernstfall“ auf den Punkt,
nämlich dass Frieden nicht ein statischer Zustand ist, son Zusammenfassend stellt sich das Problem, wie eine Ge
dern eine anspruchsvolle Aufgabe, die tagtäglich Engagement sellschaft ohne medizinische Versorgung resilient bleibt und
und Einsatz unserer Gesellschaft fordert. Alle Beschäftigte in Aggressoren abschrecken kann, wie von den Referenten des
den medizinischen Berufen wissen, wie sehr bereits unter Symposiums gefordert wird. Eine Antwort auf diese Frage
Friedensbedingungen die medizinische Versorgung unserer wird nicht gegeben, da es auch keine Antwort gibt. Kommen
Bevölkerung immer wieder nur mit Einschränkungen und wir zu G. Heinemanns These zurück „Der Frieden ist der
Verzögerungen zu realisieren ist. Um diesen Zustand zu ver Ernstfall“, so sollte auch uns Ärzten klar werden, dass militä
bessern bedarf es jeden Einsatzes und der nötigen finanziel rische Planspiele aussichtslos sind und ein Vergehen an der
len Mittel! Zivilbevölkerung darstellen.
Statt dessen aber das Symposium im Schloss (!) Oranienstein!
Unter dem Titel „Krise/Spannungsfall/Krieg: ambulante Prof. Dr. Martin F. Krause
medi zinische Versorgung“ wird vermittelt, wie die prioritäre Facharzt für Pädiatrie und Anästhesiologie, operative und
Versorgung von verwundeten Soldaten im Bereich ziviler Kinder- Intensivmedizin
Krankenhäuser die Versorgung ziviler Patienten verhindert.
Herzinfarkte, Schlaganfälle, Tumore – dies hat alles zurückzu
stehen, denn es werden laut Oberstabsrzt Dr. S. Hentsch täg 45
lich bis zu 1000 Verletzte in deutschen Kliniken erwartet,
Saarländisches Ärzteblatt Ausgabe 2/2026

