Page 46 - Saarländisches Ärzteblatt, Juni 2026
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SON A LI A              PER SONALIA






     PER   Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutscher Notärzte e.V.
           Neuer Vorsitzender für das Saarland



           Im  Rahmen  der  40.  Notfallmedizinischen                          prüfer fungieren Dr. Albrecht Henn­Beilharz
           Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Süd ­                          aus  Stuttgart  und  San.­Rat  Dr.  Thomas
           westdeutscher  Notärzte  e.V.  (agswn)  Mitte                       Schlechtriemen,  Ärztlicher  Leiter  Rettungs­
           März  2026  in  Baden­Baden  wurde  Dr.                             dienst  des  Zweckverbandes  für  Rettungs­
           Werner  Armbruster  zum  neuen  Vorsit­                             dienst  und  Feuerwehralarmierung  des
           zenden  für  das  Saarland  gewählt.  Der                           Saarlandes (ZRF Saar).
           Oberarzt aus der Klinik für Anästhesiologie,                        Die  agswn,  die  Arbeitsgemeinschaft  Süd­
           Intensivmedizin  und  Schmerztherapie  am                           west deutscher  Notärzte  e.V.,  wurde  im  Juli
           UKS folgt in dieser Funktion auf Dr. Stephan                       1983  gegründet  und  hat  mittlerweile  über
           Harter, welcher vom Klinikum Saarbrücken                            2.000  Mitglieder.  Sie  nimmt  die  Interessen
           nach  Luxemburg  gewechselt  ist.  Dr.  Arm­                        der  Notärztinnen  und  Notärzte  in  den
           bruster  hat  die  Bereichsleitung  Notfall me­                 Foto: UKS; Schumacher  Bundesländern  Baden­Württemberg,  Rhein ­
           dizin  und  die  Ärztliche  Leitung  des  Not­                      land­Pfalz  und  Saarland  wahr.  Mit  den
           arztstandortes Homburg inne.                                        anderen  Länder­Arbeitsgemeinschaften  bil‑
           Als  Regionalbeauftragter  für  das  Saarland                       det sie die BAND e.V. – Bundesvereinigung
           wurde  Dr.  Johannes  Zimmer  vom  Klinikum   Dr. Werner Armbruster  der  Arbeitsgemeinschaften  der  Notärzte
           Saarbrücken gewählt. Weiterhin als Kassen­                          Deutschlands.



           In Memoriam Prof. Dr. Heinrich Heß


           Am  13.  April  2026  verstarb  in  Saarlouis                       bei  Professor  Dr.  Loew  an  der  Uniklinik
           Professor Dr. med. Heirich Heß im Alter von                         Homburg,  wo  er  schon  als  Funktions ober­
           94 Jahren, langjähriger Chefarzt der Ortho ­                        arzt  eingesetzt  wurde.  Nach  der  Facharzt­
           pä dischen  Klinik  der  St.  Elisabeth  Klinik                     anerkennung  für  Orthopädie  wechselte  er
           Saarlouis,  Mann schaftsarzt  der  Deutschen                        an die die Orthopädische Universitätsklinik
           Fußballnationalmannschaft  und  Grün dungs ­                        Homburg  unter  der  Leitung  von  Prof.  Dr.
           präsident  der  Gesellschaft  für  Orthopä­                         Heinz Mittelmeier. Als dortiger Oberarzt habi­
           disch­Traumatologische Sportmedizin (GOTS).                         litierte  er  1970  und  wurde  1971  zum  a.o.
           Heinrich  Heß  wurde  am  23.  März  1932  in                       Professor ernannt. Zu diesem Zeitpunkt war
           Dudweiler  als  Sohn  eines  Orthopädi e­                           er bereits stellvertretender Direktor der Ortho‑
           mechanikers  geboren.  Mit  hervorragend                            pädischen Universitätsklinik und Leiter des
           bestandenem  Abitur  am  Ludwigsgymna­                              Spas tikerzentrums Westpfalz in Landstuhl.
           sium  in  Saarbrücken  begann  er  1952  das                        Heinrich  Heß  war  schon  in  seiner  Weiter­
           Studium der Humanmedizin in Saar brü cken                       Foto: privat  bildungszeit beim Sportmediziner Professor
           und  Homburg.  Nach  dem  Physikum  stu‑                            Groh  an  der  Sporttraumatologie  äußerst
           dierte er zwei Semester in Wien.       Prof. Dr. Heinrich Heß       interessiert  und  etablierte  als  Leitender
           Seine Medizinalassistentenzeit absolvierte                          Oberarzt  an  der  Orthopädischen  Universi­
           er in Homburg und im Hopital de ville in Phalsbourg, weswe‑  täts klinik Homburg  eine regelmäßige Sportlersprechstunde.
           gen  er  auch  lebenslang  freundschaftliche  Beziehungen  zu   Er war damals Ver einsarzt des 1. FC Saarbrücken und wurde
           französischen  Familien  pflegte.  Im  November  1960  promo‑  als Arzt der Fußball natio nalmannschaft deutschlandweit be ­
           vierte er mit einer Dissertation in der Biochemie zum Doktor  kannt.  Er  übte  diese  Tätig keit  über  25  Jahre  aus.  Mit  Franz
           der Medizin. Nach chirurgischer Weiterbildung in St. Ingbert   Beckenbauer wurde er zwei mal Fußballweltmeister 1974 in
           begann er seine orthopädische Laufbahn in der Praxisklinik   München und 1990 in Rom. Beide waren eng verbunden und
           des  renommierten  Orthopäden  und  Sportmediziners  Pro­  Franz  kam  daher  auch  gerne  als  Überraschungsgast  zum
           fessor Dr. Groh in Saarbrücken, der eine große Belegstation   Symposium anlässlich seines 80. Geburtstages. Die spannen‑
           im  damaligen  Hütten krankenhaus  Burbach  angeschlossen   den  Erleb nisse  mit  der  Nationalmannschaft  waren  immer
           war. Die Zusam menarbeit mit Professor Groh war der Grund­  wieder Thema seiner Erzählungen während langer Operatio­
           stein seiner sportärztlichen Karriere.               nen oder beim gemütlichen Zusammensein mit seinem Team.
   46      Auf die Empfehlung von Professor Groh absolvierte Heinrich  1975 wurde Professor Heß zum Chefarzt der neu gegründe‑
           Heß von 1963 bis 1964 eine neurochirurgische Weiterbildung   ten Abteilung für Orthopädie der St. Elisabeth Klinik Saarlouis

           Saarländisches Ärzteblatt     Ausgabe 6/2026
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